Ablauf der zahnmedizinischen Behandlung

Voraussetzungen

Die Zahnbehandlung erfolgt bei mir grundsätzlich nur unter Sedation des Pferdes. Auch eine reine Befunderhebung ist nur bei einem sedierten Pferd und unter Verwendung eines Vollmaulgatters möglich. Eine grobe Einschätzung des Gebisses wird im Rahmen einer osteopathischen Behandlung zwar vorgenommen, ersetzt aber nicht die ausführliche Untersuchung der Maulhöhle unter geeigneten Bedingungen.

Die für die Sedation eingesetzten Medikamente bewirken neben einer Beruhigung des Pferdes auch eine Schmerzausschaltung. Die heute verfügbaren Medikamente sind sicher anwendbar und präzise steuerbar, so dass sie auch bei älteren Pferden ohne besonderes Risiko eingesetzt werden können.

Neben der Stressreduktion für Ihr Pferd ist die Sicherheit aller bei der Zahnbehandlung beteiligten Personen von größter Bedeutung. Beides kann nur durch den gezielten Einsatz geeigneter Medikamente gewährleistet werden. Als Tierarzt stehen mir Kombinationen verschiedener Sedativa sowie schmerzstillende Medikamente zur Verfügung, um Ihrem Pferd die Behandlung so angenehm wie möglich zu machen.

Für die Zahnbehandlung ist ein ausreichender Tetanus-Impfschutz notwendig! Bitte legen Sie zur Zahnbehandlung den Equidenpass Ihres Pferdes vor.

Ablauf vor Ort

Da ich mit einem gut ausgestatteten Zahnbehandlungswagen arbeite, ist ein fester Zufahrtsweg zu Ihrem Stall die Grundvoraussetzung für die Behandlung. Während der Behandlung wird der Kopf Ihres Pferdes mit einem Dentalhalfter in einer bequemen, sicheren Position fixiert. Dazu benötige ich eine Boxentür, einen Balken oder ähnliches, um das Dentalhalter mit einem Seil oberhalb des Pferdekopfes fixieren zu können.

Grundsätzlich sollte ein fester, trittsicherer Untergrund gegeben sein. Fließendes Wasser und ein Stromanschluss sind weitere zwingend erforderliche Voraussetzungen. Ein Notstromaggregat genügt nicht, da Spannungsschwankungen die empfindlichen Zahnwerkzeuge gefährden.

Da Ihr Pferd nach der Behandlung für ca. 2 Stunden kein Futter aufnehmen darf (auch kein Stroh!), sollte die sichere Unterbringung in einer Box oder einem Paddock gewährleistet sein. Alternativ kann ein gut sitzender Maulkorb verwendet werden.

Nach der klinischen Allgemeinuntersuchung erfolgt die ausführliche Maulhöhlenuntersuchung, bei Bedarf auch endoskopisch. Therapeutische Eingriffe wie Schleif- oder Fräsmaßnahmen, einfache Zahnextraktionen oder die Therapie kleinerer Parodontalerkrankungen erfolgen sofort. Bei aufwändigeren Fällen kann eine zweite Behandlung erforderlich sein.

Abrechnung

Die Abrechnung meiner Leistungen erfolgt auf Grundlage der Tierärztliche Gebührenordnung (GOT) und kann je nach technischem oder zeitlichem Aufwand unterschiedlich ausfallen. Gern erteile ich telefonisch dazu weitere Auskünfte! Fahrtkosten werden anteilig auf alle Pferdebesitzer eines Behandlungstages verteilt. Ich möchte Sie freundlich bitten, die Kosten direkt nach der Behandlung zu begleichen.