Osteopathie für Pferde

Die Osteopathie ist eine manuelle, das heißt mit den Händen des Therapeuten durchgeführte Methode, mit deren Hilfe reversible Funktionsstörungen des Bewegungsapparates wahrgenommen und therapiert werden können. Der Begriff Osteopathie leitet sich ab von den altgriechischen Begriffen „ostéon“ (der Knochen) und „páthos“ (das Leiden). Die Osteopathie beinhaltet jedoch mehr als nur die Behandlung des knöchernen Stützapparates.

Das Konzept wurde durch den US-amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelt. Still betrachtete den Körper als Funktionseinheit, die grundsätzlich zur Selbstregulation fähig ist.

Mithilfe osteopathischer Techniken sollen lediglich die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Dabei werden drei Teilbereiche der Osteopathie unterschieden: Im Fokus der parietalen Osteopathie stehen die Integrität von Muskeln und Bindegewebe sowie die freie Beweglichkeit aller Gelenke des Pferdekörpers. In der viszeralen Osteopathie werden die Funktion und die Mobilität der inneren Organe des Pferdes betrachtet. Bei der kraniosakralen Osteopathie steht die Pulsation der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit im Mittelpunkt der Untersuchung und Behandlung.

Die Abgrenzung der Osteopathie zu anderen manuellen Therapieverfahren wie z.B. der Chiropraxis oder der Physiotherapie kann heute oft nicht streng erfolgen, da viele Gebiete zum Teil mit ähnlichen Techniken arbeiten.

Leistungsspektrum

Ich biete Ihnen die Behandlung Ihres Pferdes mit parietalen, viszeralen und kraniosakralen Techniken in Kombination mit physiotherapeutischen Handgrifftechniken an. Da die Osteopathie ein ganzheitliches Konzept ist, ist es erforderlich, mir ein vollumfängliches Bild Ihres Pferdes und ggf. auch seines Reiters zu machen.

  • Exterieur- und Ganganalyse

  • Kontrolle der Sattelpassform

  • allgemeine Zahnkontrolle (Abtasten erreichbarer Strukturen)

  • Osteopathische Untersuchung und Behandlung

  • Pferd-Sattel-Reiter-Analyse

  • Trainingsberatung

Weiterführende Fragestellungen werden gern in Kooperation mit anderen Fachleuten wie Ihrem Haustierarzt, Hufschmied, Sattler oder Trainer bearbeitet.

Allgemeine Empfehlungen zur Pferdeosteopathie

Eine osteopathische Untersuchung ist immer dann angezeigt, wenn Ihr Pferd unklare Bewegungsstörungen, Rittigkeitsprobleme oder allgemeine Leistungsschwäche zeigt.

Bei Lahmheiten sollte zunächst eine orthopädische Untersuchung erfolgen, um akut entzündliche Prozesse des Bewegungsapparates auszuschließen. Eine osteopathische Behandlung darf nicht erfolgen, so lange Ihr Pferd schmerz- und entzündungshemmende Medikamente bekommt.

Bei Abwehr gegen die Reiterhand kann es sinnvoll sein, zunächst eine Zahnbehandlung durchzuführen, um schmerzhafte Prozesse in der Maulhöhle zu beheben. Etwa 10-14 Tage sollten zwischen der Zahnbehandlung und einer darauffolgenden osteopathischen Behandlung vergehen.

So wird dem Organismus die Möglichkeit gegeben, sich auf die neue Balance des Kauapparates einzustellen.

Der Pferdekörper ist in der Lage, sich an unterschiedliche körpereigene und von außen auf ihn einwirkende Stressfaktoren anzupassen. Ein Problem wird häufig erst dann offenkundig, wenn das Kompensationsvermögen des Pferdes überschritten ist, sich also bereits viele kleine Probleme im Pferdekörper angehäuft haben. Eine regelmäßige osteopathische Kontrolle kann sinnvoll sein, um Funktionseinschränkungen frühzeitig erkennen und beheben zu können.

Gelegentlich benötigen Pferd nach der Behandlung einige Tage, um sich an die veränderte Statik und Balance ihres Körpers anzupassen. In dieser Zeit sollte Ihr Pferd nicht geritten werden.

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Pferd unterstützen zu können.

Gern berate ich Sie persönlich und unverbindlich. Kontaktieren Sie mich telefonisch für ein erstes Vorab-Gespräch.