Zahnheilkunde

Zahnheilkunde für Pferde

Als mobiler Pferdezahnarzt bin ich mit einer hochwertigen Praxisausstattung unterwegs, die an fast jeden Ort verbracht werden kann. Dies ermöglicht es mir, neben Routineeingriffen auch viele aufwändigere zahnmedizinische Eingriffe bei Ihnen im heimatlichen Stall durchführen zu können. Mein Behandlungswagen wird direkt vor der Box Ihres Pferdes platziert, so dass ich während der Behandlung alle Instrumente und Medikamente griffbereit habe. Eine mobile Endoskopie-Einheit sowie ein digitales Röntgen-System stehen – falls erforderlich – jederzeit für die weiterführende Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Zu den gängigsten Behandlungen zählen Schleifmaßnamen am Pferdegebiss. Dabei kommen überwiegend hochpräzise, elektrisch betriebene Zahnschleifgeräte zum Einsatz. Der dabei entstehende Zahnstaub kann direkt abgesaugt werden. Bei besonderen Frästechniken ist der Einsatz einer Wasserkühlung möglich. Weiteres spezielles Equipment steht für die Behandlung von Parodontalerkrankungen zur Verfügung. Aufwändige kopfchirurgische Eingriffe, die nicht unter Stall-Bedingungen möglich sind, können gemeinsam mit Kooperationspartnern durchgeführt und von mir im Heimatstall nachbetreut werden.

Fachtierärztin für Pferde

Leistungsspektrum

  • Routinezahnbehandlung (Schleiftherapie, Ausbalancieren des Gebisses)

  • Parotontalbehandlung

  • endodontische Maßnahmen

  • Diagnostik mittels bildgebender Verfahren (Endoskopie, digitales Röntgen)

  • Standdardextraktionen

  • Fütterungsberatung und Gebissberatung

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Pferd unterstützen zu können.

Gern berate ich Sie persönlich und unverbindlich. Kontaktieren Sie mich telefonisch für ein erstes Vorab-Gespräch.

Allgemeine Empfehlungen zur Zahnkontrolle beim erwachsenen Pferd

Grundsätzlich ist eine Zahnbehandlung jederzeit möglich. Bitte beachten Sie, dass die eingesetzten Medikamente unterschiedliche Karenzzeiten (d.h. Dopingrelevanz für Turnierreiter) aufweisen (Sedativa i.d.R. 6 Tage). Gelegentlich benötigt ein Pferd einige Tage, um sich nach einer umfassenden Zahnsanierung auf die neue Balance des Kauapparates einzustellen. Eine Zahnbehandlung sollte daher nicht unmittelbar vor einem Wettkampf stattfinden.

Zuchtstuten sollten grundsätzlich ebenfalls einer regelmäßigen Zahnkontrolle unterzogen werden. Zwar ist eine Behandlung während der Trächtigkeit in Ausnahmefällen möglich, sollte aber im Sinne der Stressvermeidung möglichst unterbleiben.

Bei älteren Pferden kann es sinnvoll sein, einige Tage nach der Zahnbehandlung eingeweichte Heucobs anzubieten, falls nach dem Eingriff zunächst Schwierigkeiten mit dem Kauen auftreten.

  • Jungpferde spätestens vor dem Anreiten
  • bei Symptomen wie Abmagerung, auffälliges Kauverhalten oder sichtbaren Veränderungen am Kopf des Pferdes ggf. schon sehr viel zeitiger

  • halbjährliche Kontrolle bis zum Abschluss des Zahnwechsels (ca. 5. bis 6. Lebensjahr)

  • bei erwachsenden Pferd ohne besondere Befunde Kontrolle alle 1 bis 1,5 Jahre

  • beim älteren Pferd je nach Zahnbefund engmaschigere Kontrolle

vorhernachher

Fehlbiss durch defekten Schneidezahn und Korrektur

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Meißelzahn vor und nach Korrektur

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Fehlbiss aufgrund eines fehlenden Schneidezahns und Korrektur

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Backenzähne mit scharfen Schmelzspitzen und Korrektur

Zahnbefunde aus der Praxis

Häufig gestellte Fragen zur Zahnheilkunde beim Pferd

Wie lange dauert die Zahnbehandlung?

Rechnen Sie incl. Auf- und Abbau sowie der Dokumentation mit 1-1,5 Stunden Zeitaufwand für die Zahnbehandlung Ihres Pferdes. Aufgrund der für die Behandlung erforderlichen Sedation ist darüber hinaus eine Nachbetreuung ihres Pferdes für 1-2 Stunden notwendig.

Was muss ich für die Zahnbehandlung vorbereiten?

Ich benötige einen trockenen Arbeitsplatz mit einem festen Zufahrtsweg. Darüber hinaus brauche ich Wasser (Schlauch muss nicht anliegen) sowie Strom, wobei die Arbeit mit einem Notstromaggregat nicht möglich ist. Für die Aufhängung des Pferdekopfes im Dentalhalfter ist ein Haken, ein Balken, eine Schiene oder ähnliches oberhalb des vorgesehenen Arbeitsplatzes zwingend erforderlich. Der Standort sollte sicher und rutschfest sein. Halten Sie bitte eine Abschwitzdecke für Ihr Pferd bereit. Stellen Sie weiterhin sicher, dass Ihr Pferd im Anschluss an die Zahnbehandlung an einen ruhigen, trittsicheren Standort verbracht werden kann, an dem es keinen Zugriff auf jegliches Futter hat.

In welchem Alter sollte die erste Zahnkontrolle bei meinem Pferd durchgeführt werden?

Spätestens vor dem Anreiten, d.h. mit etwa 3 Jahren, sollte eine Zahnkontrolle unter Sedation durchgeführt werden. Sofern es keine Auffälligkeiten gibt, genügt bis dahin eine gelegentliche Kontrolle der Maulhöhle mittels Zungengriff.

Wann kann mein Pferd wieder auf einem Turnier starten?

Die für die Sedation des Pferdes verwendeten Medikamente sind Dopingrelevant. Die Karenzzeiten für die einzelnen Wirkstoffe können Sie unter
https://www.pferd-aktuell.de/turniersport/anti-doping-und-medikation/anti-doping-und-medikation-im-pferdesport einsehen. Planen Sie min. 1 Woche Abstand bis zum nächsten geplanten Turniereinsatz Ihres Pferdes nach der Routinezahnbehandlung ein.

Welche Risiken birgt die Zahnbehandlung?

Bei sachgerechter Arbeit sind keine Probleme infolge einer Routinezahnbehandlung zu erwarten. Trotz allem kann es in Einzelfällen zu kleineren Schleimhautverletzung im Maulbereich kommen. Vereinzelt kann es passieren, dass ein Pferd nach der Zahnkorrektur einige Tage lang schlechter kaut, insbesondere wenn eine aufwändige Anpassung der Okklusion erfolgt ist. In Einzelfällen kann es zum ungewollten Eröffnen des Zahnes (d.h. der Pulpa) durch Schleifmaßnahmen kommen. Auch größere Blutungen infolge der Verletzung von Blutgefäßen sind in Einzelfällen möglich.

Welche Impfungen benötigt mein Pferd für die Zahnbehandlung?

Für jede Art der Zahnbehandlung ist ein aktueller Tetanus-Schutz erforderlich. Es kann jederzeit zu kleineren Schleimhautverletzungen kommen, die eine Eintrittspforte für den überall vorkommenden Auslöser von Tetanus (Clostridium tetani) darstellen.

Darf ich mein Pferd am Tag nach der Zahnbehandlung wieder reiten?

Je nach durchgeführter Behandlung kann ein Pferd am nächsten Tag zwar gearbeitet werden, aber eine Schonung des Pferdemaules, das heißt der Verzicht auf den Einsatz eines Gebisses, ist dringend anzuraten.

Wie oft sollte eine Zahnkontrolle durchgeführt werden?

Grundsätzlich sollte eine Zahnkontrolle einmal im Jahr erfolgen. Je nach Gebiss und Fragestellung können auch engmaschigere Kontrollen erforderlich sein. Bei manchen Pferden sind größere Abstände zwischen den Kontrollen möglich. Dies wird nach jeder Zahnbehandlung individuell mit Ihnen besprochen.

Darf mein Pferd vor der Zahnbehandlung fressen?

Ihr Pferd darf bis zur Behandlung wie gewohnt fressen und trinken.

Wann darf mein Pferd nach der Zahnbehandlung wieder fressen?

Für die Zahnbehandlung ist eine Sedation erforderlich. Diese schränkt den Schluckreflex sowie die Darmtätigkeit ein. Ihr Pferd darf daher ab dem Zeitpunkt der Sedation für min. 2 Stunden nichts fressen.

Kann mein altes Pferd überhaupt sediert werden?

Es gibt es heute ein breites Spektrum an möglichen Wirkstoffen, die für die Sedation des Pferdes verwendet werden können. Bei sachgemäßem Einsatz wirken diese sehr zuverlässig und sicher. Grundsätzlich können auch alte Pferd bei gutem Allgemeinbefinden sediert werden. In jedem Fall erfolgt zunächst eine Allgemeinuntersuchung. Die Befunde sowie das Vorliegen möglicher chronischer Erkrankungen führen jeweils zu einer individuellen Entscheidung, ob eine Sedation durchgeführt werden sollte.

Welche Risiken birgt die Sedation?

Bei sorgfältigem Einsatz sind die verwendeten Wirkstoffe sehr sicher. In Einzelfällen können Kreislaufprobleme oder Koliken nach der Sedation auftreten.

Können wir am Tag der Zahnbehandlung auch eine osteopathische Behandlung durchführen?

Eine osteopathische Behandlung im Anschluss an eine Zahnbehandlung ist nicht sinnvoll, da das Pferd für die osteopathische Behandlung nicht sediert sein darf. Am sinnvollsten ist eine osteopathische Behandlung 10-14 Tage nach der Zahnbehandlung.

Übernimmt die OP-Versicherung die Kosten für die Zahnbehandlung?

Für chirurgische Eingriffe, wie z.B. Zahnextraktionen, werden die Kosten in der Regel durch die gängigen OP-Versicherungen übernommen. Die Kosten müssen allerdings zunächst von Ihnen vorgestreckt werden.

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